Menopause – ein Erfahrungsbericht

Eigentlich passt das hier nicht so richtig. Aber ich dachte, wenn ich schon mal eine Plattform habe, vielleicht hilft meine Erfahrung.

Noch ein Wort vorab. Das ist ein Erfahrungsbericht und keine Therapieempfehlung. Jede, die sich was abguckt und eventuell übernimmt, macht das auf eigene Verantwortung. Ich kenne meinen Körper sehr sehr gut und weiss, dass ich mitunter extrem empfindlich reagiere, so dass Dosierungen weit variieren können.

Inspiriert hat mich eine meiner Freundinnen, die meinte, dass man so wenig darüber liest. Ich selbst hab das gar nicht so empfunden. 

Wenn für eine Frau die fruchtbare Periode vorüber ist, stehen ja auch noch ganz andere Fragen an, die hochkommen. Ich habe keine Kinder und war dadurch auch vorher gezwungen genauer hinzuschauen, was mich als Frau definiert. Die Auseinandersetzung damit erspart einem niemand. 

Älterwerden ist ein Fakt. Das lässt sich irgendwann auch nicht mehr verstecken, wegfärben oder -schminken. Ganz ehrlich: ich bin lieber eine etwas faltige und zufriedene 49 jährige als die zickige Primadonna mit straffer Haut, die ich früher war.

Die hormonelle Umstellung vollzieht sich über viele Jahre. Eigentlich hab ich vermehrt Haarausfall, eine leichte Gewichtszunahme und öfter Kopfschmerzen seit ich 44 bin. Das war aber alles so subtil, das es mir erst in der Rückschau aufgefallen ist.

Mit 48 hatte ich über ein halbes Jahr Schwankungen in der Periodenfrequenz bis die dann ganz ausgeblieben ist. Dann war nix mehr mit subtil. Ich hatte nervige körperliche und psychische Symptome. Es war, als wäre ich meinem System hilflos ausgeliefert. Eine Weile hab ich mit offenem Mund gestaunt, was da mit mir passiert. Da ich aber eher ein Macher bin, hab ich mich durch die Literatur gewühlt und erst mal begonnen Remifemin, ein Präparat der Traubensilberkerze, einzunehmen. Darunter war ich zumindest psychisch wieder ein Mensch, keine Angstattacken und keine Stimmungsschwankungen mehr.

Leider haben mich immer noch Hitzewallungen zu allen unmöglichen Gelegenheiten, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und Schlafstörungen geplagt. Ich gehörte immer zu den Menschen, die kaum das zweite Bein im Bett haben und dann schon schlafen. Das war Geschichte. Zu allem Überfluss hab ich Flüssigkeit eingelagert. Ich fühlte mich aufgepustet wie ein Luftballon. Und mein Appetit hat sich verändert. Süssigkeiten waren nie so mein Ding, und jetzt hatte ich manchmal Sachen in meinem Einkaufswagen, von denen ich nicht wusste, wie sie dahin gekommen sind.  

Für mich war klar, das ich keine Hormone einnehmen werde. Darunter hab ich mich immer wie ferngesteuert gefühlt, so dass ich vor langer Zeit damit aufgehört habe. 

Ich mache schon immer viel über Ernährung. Inzwischen esse ich fast ausschliesslich vegetarisch/vegan und verzichte auf Alkohol, der mir praktischerweise nicht mehr schmeckt. Sehr gelegentlich Schinken, Gehacktes oder Fleisch – ja natürlich. Immer wenn ich mir etwas verbiete, kann ich drauf warten, das der Appetit genau darauf übermächtig wird und ich schwach werde. Insgesamt will mein Körper momentan nur leichte Kost, und die bekommt er. Also esse ich viele vollwertige Kohlenhydrate im Sinne von Getreide und Hülsenfrüchten jedweder Art. Dazu kommen Gemüse, Nüsse, verschiedene Öle, Kräuter und Gewürze. Ich koche sehr sehr gerne – Problem gelöst.

Gegen die Flüssigkeitseinlagerungen hat mit pulverisierte Yamswurzel geholfen. 

Ich arbeite in der Praxis homöopathisch. Meine körperliche Beschwerden passten gut zu Sulfur, so das ich Sulfur C30 einmalig eingenommen habe.

Im weiteren Verlauf hab ich dann mal Laborwerte machen lassen, die auf eine latente Schilddrüsenunterfunktion hinwiesen. Fand ich jetzt nicht verwunderlich, weil ich bei vielen Frauen unter der Pille erlebt habe, dass die Schilddrüse reagiert hat.

Bei Patienten arbeite ich manchmal mit den homöopathischen Komplexmitteln nach Rosina Sonnenschmidt. Ich hab Homöopathie von Rosina gelernt und vertraue ihrem Gespür. Diese Mittel erlauben es, das ich die gesamte Hormonachse durchstimuliere. Ich habe die Mittel Nr. 1,2,7 und 10 genommen.

Diese ganzen Experimente zogen sich über ein halbes Jahr. Dann war ich beschwerdefrei. Vielleicht hilft es ja der einen oder anderen. Ihr könnt mich gerne kontaktieren.

Verwendete Mittel

Remifemin 2×1 Drg. für 3 Monate

Yamswurzel 1X3/4 Teelöffel fortlaufend

Sulfur C30 1×5 Globuli einmalig

Homöopathische Komplexmittel nach Rosina Sonnenschmidt in folgender Reihenfolge 7,1,2,10 in der ersten Woche am ersten Tag Nr. 7 15 Tropfen, am zweiten Tag Nr.1 15Tropfen etc. In der zweiten Woche bin ich auf je 10Tropfen runter gegangen. Nach insgesamt drei Wochen hab ich damit aufgehört.